Die Landverfassungen des Elsass im Mittelalter.
1864
Les Constitutions des campagnes de l'Alsace au Moyen-Âge. Paris, Strasbourg, Durand, Salomon, 1864 ; Oktav (8vo) von 389 S. Halb-Glanzkalbsleder, Bundrücken, Autor, Titel und Initialen am Fuß vergoldet, Goldfileten und blindgeprägte Fleuron-Stempel. Einige Beriebspuren auf den Deckeln. Das Wort „Constitutions“ (Verfassungen) bezeichnet hier keine moderne politische Verfassung, sondern Ordnungen, Gewohnheiten, Urkunden, Dorfstatuten und Grundrechte, die die Pflichten der Bauern und die Organisation der Dorfgemeinschaften regelten. Diese wichtige Quellensammlung zu den ländlichen Institutionen des mittelalterlichen Elsass vereint die wichtigsten Texte zur Organisation des elsässischen Landlebens vom 9. bis zum 15. Jahrhundert. Sie enthält insbesondere die berühmte Verfassung von Oderen, die Dinghofrodeln von Ingenheim, Geispolsheim, Bærsch, Kogenheim und Sermersheim sowie die Weistümer von Marmoutier – grundlegende Dokumente für das Studium der Leiheverhältnisse, Dorfgemeinschaften, Nutzungsrechte und der ländlichen Gerichtsbarkeit. Dieses Werk bleibt eine der wesentlichen Quellen für die Geschichte der Institutionen, des Gewohnheitsrechts und der ländlichen Gesellschaft des mittelalterlichen Elsass.
Sammlung der wichtigsten Texte zu den ländlichen Institutionen des mittelalterlichen Elsass, darunter die Verfassung von Oderen, die Dinghofrodeln von Ingenheim, Geispolsheim, Bærsch, Kogenheim und Sermersheim sowie die Weistümer von Marmoutier.
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