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Memoires pour servir a l'histoire de la fête des Foux...
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Memoires pour servir a l'histoire de la fête des Foux...
BücherBest.-Nr. 1169

Memoires pour servir a l'histoire de la fête des Foux...

DU TILLIOT (Jean Baptiste Lucotte)

1751

280,00 €Verfügbar

Memoires pour servir a l'histoire de la fête des foux, qui se faisoit autrefois dans plusieurs eglises. Par Mr. Du Tilliot, gentil-homme ordinaire de Son Altesse royale monseigneur le duc de Berry. DU TILLIOT (Jean Baptiste Lucotte) Lausanne et Genève, s.n., 1751. Duodez (12mo) von X + 183 S.; 12 Gravuren am Ende. Halb-Morocco, Rücken mit 5 Bünden, Autor, Titel und Jahr am Fuß. Einband aus dem 19. Jahrhundert. Ziemlich gutes Exemplar dieser zweiten posthumen Ausgabe, die 10 Jahre nach der ersten erschien, vollständig mit den 12 Tafeln. Das Werk präsentiert die Geschichte der Eselfeier, der Feier der Unschuldigen oder der Feier der Narren (sic) seit der Gründung der Gesellschaft der Narren in Kleve im Jahr 1381 bis zum 18. Jahrhundert. Diese Feierlichkeiten nahmen die Form von Maskeraden an, die meist am 26., 27. und 28. Dezember in Europa stattfanden, insbesondere im Norden Frankreichs. Sie könnten laut einigen Historikern von den römischen Saturnalien abgeleitet sein. Diese Feier wird von Spezialisten manchmal als mittelalterlicher Vorläufer des Theaters angesehen, da die Schauspieler dieser Feste die Geistlichen waren, die verkleidet in den Chor eintraten und Lieder sangen, die nicht aus dem liturgischen Repertoire stammten. Der erste Teil des Werkes konzentriert sich mehr auf den historischen Aspekt dieser Bräuche sowie auf die daran beteiligten Gesellschaften; der zweite Teil fokussiert sich auf Burgund (die Heimatregion des Autors) und insbesondere auf die Institution der Mutter-Narrin von Dijon, die später von Ludwig XIII. abgeschafft wurde. Der Autor kritisiert die kirchliche Hierarchie, das Wiederaufleben von Festen vor dem Christentum, den lokalen Ausdruck des Volksfestes oder auch das Fest der Übertretung... Das Werk enthält 12 Gravuren am Ende in Kupferstich von Nicolas-Jean-Baptiste de Poilly (1707-1780), die die während der Zeremonien verwendeten Standarten, Kleidung, Siegel und Attribute darstellen.

Dieses Werk wird als eine der ersten Studien und Beschreibungen der Fête des Fous angesehen. Anlässlich dieses Festes praktizierten die Geistlichen alles, was sie sonst verurteilten: Spiele, Gesänge, Sakrilegien usw.

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